
Als an Physik interessierter Mensch beobachte ich mit großem Interesse die Fertigstellung des LHC (Large Hadron Colliders) in CERN. Bei diesem neuartigen Teilchenbeschleuniger befürchten einige wenige Kritiker, dass beim Betrieb ein extrem kleines schwarzes Loch entstehen könnte, das dann in den Mittelpunkt der Erde wandern könnte und sich dort langsam vergrößern könnte. Die Chance ist zwar sehr gering, doch falls dies passieren sollte, würde dies wahrscheinlich absolut unbemerkt bleiben. Eines Tages könnte, man sitzt gerade am Frühstück oder surft im Internet oder geht einer anderen oder keiner Beschäftigung nach - es wäre auch völlig egal - würde dann alles plötzlich auf einen kleinen Punkt zusammenschrumpfen - PLOPP - und es wäre vorbei. Alles was je getan wurde, was je ein Mensch vollbracht hat, wäre völlig ohne Bedeutung. Wenn ich dieses Szenario so im Kopf durchgehe, bekomme ich ein seltsames Gefühl im Bauch. Das kann doch nicht alles gewesen sein. Schlagartige Nichtexistenz - der Sinn des Lebens?
So richtig an dieses Szenario glauben fällt mir schwer - abgesehen davon, dass es extrem unwahrscheinlich ist, fällt uns Menschen dann doch sicher irgendwas ein ... oder? Der Wunsch nach einem Sinn im Leben und einer nachhaltigen Existenz auf irgendeine Art und Weise scheint mir im Menschen verankert zu sein, ja zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen zu gehören. Und für mich bietet nur die von Gott dargelegte Erklärung, woher die Welt kommt, warum sie ist, wie sie ist, und was nach ihr kommt, einen befriedigenden Sinn.